Überraschende Forderung nach Jobs in der 3. Halbzeit
von Elisabeth Michel-Alder
Szene: Stelldichein von Fachleuten für inklusive Führung und Personalpolitik. Im kleinen Kreis empört sich eine gepflegte Professional, (geschätzt mittleres Kader) einer anerkannt fähigen Bank. Grund des Unmuts: Die bonussatte Unternehmensführung verharre beim aktiven Fördern freiwilligen längeren Arbeitens im Tiefschlaf. Als Fachfrau im Finanzsektor kann sie rechnen und hat einen Blick für wichtige Zahlen. Die Prüfung ihres mutmasslichen Pensionskassenvermögens mit 65 ergab: Zu tief, um danach den gewohnten Lebensstil während 25 Jahren oder mehr zu sichern. Als fitte und geschätzte Fachperson erwartet sie Wahlmöglichkeiten zur Verlängerung ihrer Laufbahn um etliche Jahre. Vielleicht liesse sich eine individuelle Lösung finden.... doch sie erwartet ein durchdachtes Konzept mit Weichenstellungen und Perspektiven für Viele, das unternehmerisch Sinn macht.
Bislang formulierten vor allem Frauen mit den klassischen Rentenlücken solche Forderungen. Nun stellen sich offenbar auch lückenlos Vorsorgende an ihre Seite.
